20140826

#LikeAGirl



Kennt ihr diesen Spot? Nein? Dann guckt ihn euch auf jeden Fall an, denn er hat auf jeden Fall mehr zu sagen als "Kauft dies, kauft das!". 
Es geht um ein sehr wichtiges Thema, das denke ich alle was angeht und mit dem jedes Mädchen schon mal konfrontiert wurde. Es geht darum, dass Mädchen, vor allem während der Pubertät ihr Selbstvertrauen verlieren, auch weil sie dazu erzogen werden, dass Mädchen, beziehungsweise Frauen, nun mal schwächer und generell auch sonst weniger stark sind. Dabei stimmt das nicht!

Ich bin sehr früh in die Pubertät gekommen, schon in der vierten Klasse, wenn nicht sogar noch früher, und damit auch immer schüchterner geworden. Als ich mit 10 in die fünfte Klasse kam, gehörte ich zu den wenigen, die schon einen BH trugen und war im nächsten Jahr auch schon eine von denen, die alle paar Wochen, nicht am Schulschwimmen teilnahmen. 

Es ist nicht einfach zu akzeptieren, dass der Körper sich zu dem einer Frau entwickelt obwohl man selbst noch gar keine ist (und eigentlich auch noch gar keine sein möchte)! 
Alles ändert sich auf einmal: neue Schule, neue Freunde, neuer Körper. Plötzlich kauft man nicht mehr in der Kinderabteilung ein und wird auch von anderen ganz neu wahrgenommen.
Das ist allerdings nicht gerade das, was man sich wünscht, wenn man sowieso schon verunsichert ist weil alles neu ist. 

Statt aber, dass gerade in dieser Phase Mädchen beigebracht wird, dass sie stark sind, dass es toll ist eine Frau zu sein, dass sie genau so das schaffen können, was sie sich vornehmen, wie Jungs, wird Mädchen, durch Medien, Sportlehrern, Klassenkameraden (besonders die Männlichen), etc. beigebracht, das sie schwach, naja auf jeden Fall schwächer, sind. 

Bei den Bundesjugenspielen laufen Mädchen nur 800 Meter, Jungen aber 1 Kilometer!  Klar, das kann ich schon verstehen, weil Mädchen biologisch gesehen, den "unsportlicheren" Körperbau haben, aber trotzdem ist es nicht gerade hilfreich dabei ein Mädchen zu einer selbstbewussten Frau zu erziehen, die weiß was sie will. 

Was ich eigentlich mit all dem sagen möchte, ist, dass es schon schwer genug ist ein Mädchen zu sein und zu einer Frau zu werden (und kommt mir jetzt nicht mit, Jungs haben es auch schwer, denn bei denen passiert das alles viel später, wenn sie eigentlich sowieso schon keine Kinder mehr sind und die Veränderungen sind auch nicht ganz so heftig) und da sollten wir uns nicht auch noch sonst klein machen. Denn das größte Problem ist, das Mädchen auch noch glauben, das sie schwach sind ( ich meine damit übrigens nicht nur körperliche Schwäche). Ich hab das Glück, das meine Mutter Emanzipation für sehr wichtig hält (was sie auch ist!) und mir immer gesagt wurde, dass zum Beispiel Brüste nichts sind wofür man sich schämen muss, aber sehr vielen geht es da glaube ich anders.

Glücklicherweise sind die Zeiten in denen Frauen nur für Kinder und Haushalt lebten vorbei, doch Emanzipation ist immer noch ein aktuelles Thema, denn es gibt noch sehr viele Unterschiede zwischen Mann und Frau. "Ah jetzt kommt die gleich mit Frauenquote und so", denkt ihr jetzt bestimmt, aber tatsächlich denke ich, dass es nicht wirklich der richtige Ansatz ist, Frauen zu bevorzugen. 

Wir müssen einfach umdenken! Generell, alle zusammen. Das Problem ist nur, so "einfach" ist das gar nicht. Aber vielleicht, machen wir uns einfach jeder unsere Gedanken und machen einen Anfang. Und vielleicht, wenn auch erst in vielen Jahren, denken junge Frauen nicht mehr, dass sie, jetzt weiß ich leider nicht wie ich das anders sagen soll (was ich jetzt echt mega scheiße finde!), "wie ein Mädchen" rennen, werfen oder kämpfen.

So das musste mal gesagt werden. Denkt drüber nach! 
Ich bin gerne ein Mädchen und stolz darauf ein Frau zu sein (oder manchmal eben auch noch ein Mädchen ;D)!
Küsschen, Eva

20140824

Und ich will wieder zurück


Seit einer Woche bin ich wieder in Deutschland und ich vermisse Portugal!
Ich vermisse die Sonne, mein Dorf, das kalte Wasser der Bergquellen, das gut temperierte Wasser des Pools, die Sprache, erst zum Mittagessen aufstehen, die Luft, die Aussicht von meiner Haustür aus, den Schlüssel immer stecken zu lassen, die "funky portugese music", die Wärme, das Meer, die Ruhe, die kurzen Wandertouren, unsere Kartenspielrunden, die Festas, das Essen, die nächtlichen Getränke, die Tiere, die Entspanntheit, die Tage, die Nächte, den halbstündigen Glockenschlag, unsere bescheuerten Mutproben, unsere Verabredungen, das Cabeco, die Straßen, jeden zu kennen, die Bäume, die Berge, unser blaues Haus, den sternenklaren Nachthimmel, den Nebel, die Inneneinrichtung, die Leichtigkeit, das Suppenfest, die Tänze...
Ich vermisse die Menschen. Ich vermisse das Gefühl Portugiesin zu sein. Ich vermisse mein Leben dort.
Küsschen, Eva
 
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